
Welches Modell passt?
Kinderrücken sind sensibel – deshalb ist die Wahl der richtigen Schultasche entscheidend. Doch worauf muss geachtet werden? Wir haben die wichtigsten Tipps.
Eine gute Schultasche verteilt das Gewicht gleichmäßig und stützt gleichzeitig den Rücken Ihres Kindes. Damit das gewährleistet ist, sollte ein Schulranzen folgende Merkmale aufweisen:
Geringes Gewicht
Ist die Schultasche erst einmal gefüllt, ächzen sogar Eltern unter dem Gewicht. Deshalb ist es wichtig, dass die Schultasche selbst ein geringes Eigengewicht aufweist. Dabei gilt: Das Gewicht der Schultasche sollte nicht mehr als 10% des Körpergewichts des Kindes betragen. Die gerade bei Teenagern sehr beliebten Rucksäcke sind für Kinder noch nicht empfehlenswert – ihre Rückenmuskulatur ist noch zu schwach ausgeprägt.

Stabilität
Achten Sie darauf, dass die Schultasche stabil gebaut ist. Eine stabile Bauweise trägt dazu bei, das Gewicht gleichmäßig zu verteilen und den Kinderrücken zu stützen.
Gute Polsterung
Das Rückenpolster der Schultasche sollte nicht zu weich sein, sondern dazu beitragen, dass die Belastung gleichmäßig über den Rücken verteilt wird. Natürlich sollte sie auch bequem sein. Nehmen Sie Ihr Kind daher zum Schultaschenkauf mit, damit es die Schultaschen anprobieren kann. Füllen Sie die Schultasche beim Ausprobieren mit Büchern! Eine gute Schultasche darf nicht punktuell Druck auf den Kinderrücken ausüben.

Optimale Träger
Auch die Träger der Schultasche sollten bequem gepolstert sein – sie dürfen nicht zu schmal sein, da sie sonst einschneiden können, aber auch nicht zu breit. Die Träger müssen komplett aufliegen, damit sie den Druck gut verteilen können. Achten Sie darauf, dass die Träger nicht am Hals des Kindes scheuern. Wählen Sie ein Schultaschenmodell, dessen Träger stufenlos verstellbar sind.

Ist erst die richtige Schultasche gefunden, muss man nun darauf achten, dass sie auch richtig verwendet wird.
Was ist drin?
Nehmen Sie sich die Zeit und kontrollieren Sie regelmäßig, ob Ihr Kind wirklich nur Dinge einpackt, die es tatsächlich am jeweiligen Schultag auch braucht. Auch die Verteilung des Inhalts ist wichtig: Schwere Dinge gehören in die Fächer nahe am Rücken, leichtere Gegenstände kommen in die äußeren Fächer.
Wie sitzt die Schultasche?
Achten Sie darauf, dass die Träger stets optimal eingestellt sind. Sind sie zu lang, kippt die Schultasche nach hinten und belastet die Lendenwirbelsäule übermäßig. Sind sie zu kurz, muss das Kind die Belastung ausgleichen, in dem es sich nach vorne beugt, was langfristig ebenfalls dem Rücken schadet. Kann Ihr Kind bequem aufrecht stehen und gehen, haben Sie die Träger genau richtig eingestellt.
Wie wird die Schultasche getragen?
Erklären Sie Ihrem Kind, dass es die Schultasche wenn möglich immer auf dem Rücken trägt – und zwar mit Hilfe beider Träger. Es mag lässig aussehen, wenn die Schultasche an nur einem Riemen über der Schulter hängt; die einseitige Belastung führt allerdings über kurz oder lang zu Rückenproblemen. Auch das Tragen der Schultasche am Haltegriff ist nur für sehr kurze Strecken zu empfehlen. Das Problem ist nämlich auch hier die einseitige Belastung.

Es ist wichtig, dass Ihr Kind auch bei ungünstigen Wetterverhältnisse und im Dunkeln von anderen gut gesehen werden kann. Dafür sorgen Reflektoren. Achten Sie also beim Schultaschenkauf darauf, dass genügend reflektierende Stellen vorhanden sind.
Ihr Kind wächst – die Schultasche wächst leider nicht mit. Deshalb sollten Sie rechtzeitig eine neue Schultasche kaufen, wenn die bisherige Ihrem Kind nicht mehr optimal passt.


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